Samstag, 18. Februar 2012

Sick Girl (2007)


Geschwisterliebe. Ein Begriff, den man auf mehrere Weisen verstehen kann. Einmal gäbe es da die klassische, unschuldige Bedeutung und auf der anderen Seite die, wie etwa Die Ärzte sie propagieren. Dass es allerdings nicht unbedingt positiv ist, wenn zwei Geschwister eine unterschiedliche Auffassung davon haben, sollte klar sein.
Dies muss auch die junge Izzy feststellen, als ihr großer Bruder sich genau aus diesem Grund bei den Marines einschreibt und Isabelle mit ihrem kleinen Bruder Kevin auf der Farm der verstorbenen Eltern zurücklässt. Unterstützt wird sie in der Erziehung des Kleinen nur von Biker Barney, einem ehemaligen Freund ihres Vaters, der so gut es geht versucht, diesen für den Jungen zu ersetzen. Blöd nur, dass Izzy in ihrem Alter von dieser Situation natürlich komplett überfordert ist und sich damit abreagiert, Teenie-Mädchen, Raufbolde und andere Menschen in ihrer Scheune gefangen zu halten und zu foltern...

Mancher wird jetzt vielleicht denken, Sick Girl sei nur irgendein weiterer billig produzierter Sicko aus dem Land des Übergewichts und hat damit auch teilweise recht. Die Optik ist wirklich nicht gerade super und lässt keinen Zweifel, dass hier nicht allzu viel Geld im Spiel war, jedoch bietet die Story durchaus mal einen neuen Ansatz an die bekannte Thematik und macht das Ganze eher zu einem knallharten Drama, als einem Folterfilm, vor allem, da die Gewalt zwar schön grenzüberschreitend hart ist, jedoch nicht so viel gezeigt wird, wie man es vielleicht erwartet.

Kommen wir zu einem Punkt, der in Dramen immer eine der größten Rollen spielt: Dem Cast.
Dieser ist größtenteils glaubhaft gewählt und hält mit der bezaubernden Leslie Andrews als Izzy auch ein bisschen etwas für die Augen bereit, jedoch sind einige Charakter, wie zum Beispiel der mit dem Bruder des Regisseurs besetzte Barney, etwas eindimensional, schaffen es aber trotzdem auf ihrer Ebene zu überzeugen.
Der einzige Totalausfall ist Stephen Geoffreys, dem ein oder anderem vielleicht noch aus Fright Night bekannt, der in seiner Rolle als Kevins Lehrer einfach nur unglaubwürdig wirkt.

Abschließend kann ich nur eine uneingeschränkte Empfehlung, für alle Fans von harten Dramen, die sich auch von den gewöhnlichen Mängeln einer Low-Budget-Produktion und der Recht kompromisslosen Gewalt, die auch vor Kindern oder Genitalien nicht zurückweicht, nicht abschrecken lassen, aussprechen. Kaufen!
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Von Sick Girl gibt es weltweit nur eine Fassung und zwar die amerikanische Veröffentlichung von Synapse Films. Hier mal die technischen Daten:

Sprache: Englisch

Untertitel: Keine

Regionalcode: 0

Extras:
  • "Death By ..."- Featurette mit Leslie Andrews
  • Interview mit Stephen Geoffreys
  • Eine ganz nette "Werbung" mit Kinoverhaltensregeln
  • Bloopers + Outtakes
  • Original Teaser + Trailer

There's nothing wrong with hurting things smaller than you, providing you also take on things bigger than you.




Kommentare:

NO)))RB hat gesagt…

Den bekommt man woher?

TheHollywoodsfinest hat gesagt…

Also ich habe ihn bei cede.de gekauft. Es gibt ihn aber auch ganz normal bei amazon.com oder planetaxel.com.